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sportmot. Test, Sportprofil, neuer Jg. 5
Dienstag, 19.12.2017
sportmot. Test, Sportprofil, neuer Jg. 5
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Montag, 22.01.2018
Fächermarkt
Montag, 22.01.2018
Infoabend, Jg. 10


Wichtige Dokumente

10 von 16 Dateidownloads

Wahlbogen Facharbeit 2017/18Upload/Update: 13.10.2017
Ablauf, Facharbeit 2017/18Upload/Update: 13.10.2017
Skifahrt 2018, AnmeldungUpload/Update: 01.05.2017
Ergänzungsstunden-BroschüreUpload/Update: 07.04.2017
Infobroschüre WahlpflichtfächerUpload/Update: 07.04.2016
Flyer, BerufsfelderkundungUpload/Update: 17.10.2015
Die neue MensaUpload/Update: 20.08.2015
AnfahrtskizzeUpload/Update: 11.06.2015
LMG-Schulvereinbarung Stand 05.2014Upload/Update: 20.04.2015


+++ THEMA: FLUCHT +++


Kommunikations und Verhaltenshilfen zum Thema Fremde in Deutschland

Viele Menschen sind bemüht, sich mit dem Thema Flucht und Willkommenskultur auseinanderzusetzen und Fremde in unserem Land zu unterstützen. Das geschieht auch in Form von Handreichungen und Empfehlungen, mit dem Hintergrund Kommunikationsbarrieren abzubauen und existenzielle Bedürfnisse schnell befriedigen zu können.

Hier einige Links zu nützlichen Werkzeugen:

Refugee Phrasebook – 400 Redewendungen und Symbole, multilingual »

Verhaltenshilfen für Menschen die bei uns ankommen »


“Fluchtursachen” – Schule trifft Wissenschaft

Bereits zum dritten Mal fand die Veranstaltungsreihe “Schule trifft Wissenschaft” an der Lise-Meitner-Gesamtschule statt. Waren die ersten beiden Veranstaltungen noch den Lehrerinnen und Lehrern als Fortbildungen zur Unterrichtsentwicklung vorbehalten, so waren diesmal die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe zum Thema “Fluchtursachen – die Entwicklung im Nahen Osten” eingeladen. Dank der Vermittlung von Annegret Keller-Steegmann konnten Professor Dirk Messner und seine Mitarbeiterin Dr. Merle Kreibaum vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik für den Vortrag gewonnen werden. Das Institut gilt als “Denkfabrik” für die deutsche Politik und berät u. a. regelmäßig den deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

In ihrem Vortrag legten die beiden Wissenschaftler dar, dass weltweit ca. 60 Millionen Menschen dauerhaft auf der Flucht sind, davon die meisten im Nahen Osten. Allein die Türkei hat derzeit 3 Millionen Flüchtlinge aufgenommen, der Libanon mehr als eine Million. Im Schnitt sind die Menschen ca. 17 Jahre auf der Flucht, mehr als viele Zuhörer an Lebensjahren haben. Viele versuchen aufgrund der katastrophalen Versorgung in den Auffanglagern nach Europa zu gelangen. Tatsächlich kommen gerade einmal 2 % bei uns an.

Was kann man tun, um die Fluchtbewegungen zu stoppen? Professor Dirk Messner nannte als erste Bedingung eine gemeinsame Anstrengung alles Nationen zur Beendigung der Konflikte im Nahen Osten. Frau Kreibaum mahnte die bessere Versorgung vor Ort hin. Beide Wissenschaftler verwiesen auch auf die mangelhafte Entwicklungshilfe und die immer noch stattfindenden Rüstungsexporte in den Nahen Osten.

Nach dem Vortrag gingen die Schülerinnen und Schüler in den Austausch in Kleingruppen. Im anschließenden Plenum konnten Fragen an die Experten formuliert werden. “Kann Deutschland so viele Menschen aufnehmen? Was bedeutet das für unsere kulturelle Identität?” aber auch “Wie können wir die Flüchtlinge an unserer Schule besser integrieren?” oder “Wie können wir Druck auf Politiker ausüben, dass keine Waffen mehr dorthin exportiert werden?” wollen die Schülerinnen und Schüler wissen. Die Experten verwiesen darauf, dass Deutschland Zuwanderung braucht, um zukunftsfähig zu sein; es aber auch einer gute schulische Bildung für alle Zuwanderer bedarf. Die Frage “Wie komme ich jenseits der Boulevard-Zeitungen an richtige Informationen?” hatte zur Folge, dass wir nun eine Link- und Textsammlung auf dieser Website mit Informationen rund um die Flüchtlinge und ihre Situation in Deutschland und weltweit starten. Dort ist dann auch der vollständige Vortrag zu finden.

Ganz am Ende kam eine Schülerin zu mit hochrotem Gesicht zu mir: “Jetzt haben wir die ganze Zeit geredet, wir müssen doch etwas tun!” Wir werden uns als Schule u.a. in Projektwochen weiterhin engagieren für die Menschen an der Werthauser Straße und im “Musikerviertel”. Wir unterstützen Integrationsprojekte im Stadtteil. Aber wir finden es auch wichtig, dass wir uns vor Augen führen, dass diese Menschen, die zu uns kommen, ihre Heimat aufgegeben haben, vor Hunger und Krieg fliehen und ihre Kinder auf kleinen Booten auf das stürmische Mittelmeer schicken – weil die Verzweiflung so groß ist. Ich denke, dass es Frau Kreibaum und Herrn Messner sehr gut gelungen ist, uns die politischen Dimensionen der Fluchtbewegung zu erläutern. Wie dringend es der Anstrengung aller Regierungen zur Befriedung im Nahen Osten bedarf, das haben uns die Anschläge von Beirut, Ankara und Paris drastisch vor Augen geführt.

Downloadlink zur PDF-Präsentation des Vortrages Teil 1 »

Downloadlink zur PDF-Präsentation des Vortrages Teil 2 »

(Klaus Stephan)

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