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Die nächsten Termine

5 gefunden

Dienstag, 19.06.2018
Vorstellung des Musikprofils, 14.00 Uhr
Donnerstag, 28.06.2018
Schulkonferenz, 19.00 Uhr
Freitag, 29.06.2018
Entlassung Jg. 10
Montag, 02.07.2018
Projektwoche bis 06.07.
Samstag, 07.07.2018
Schulfest


Wichtige Dokumente

10 von 18 Dateidownloads

WP1-Infobroschüre Upload/Update: 25.04.2018
Elterninfo ZP10Upload/Update: 22.02.2018
Elterninfo Lernstand 8Upload/Update: 22.02.2018
Wahlbogen Facharbeit 2017/18Upload/Update: 13.10.2017
Ablauf, Facharbeit 2017/18Upload/Update: 13.10.2017
Skifahrt 2018, AnmeldungUpload/Update: 01.05.2017
Ergänzungsstunden-BroschüreUpload/Update: 07.04.2017
Flyer, BerufsfelderkundungUpload/Update: 17.10.2015
Die neue MensaUpload/Update: 20.08.2015


Flüchtlinge willkommen – Lise-Meitner-Gesamtschule & Bahtalo

Die Lise-Meitner-Gesamtschule engagiert sich seit März 2013 für Zuwanderer aus Südosteuropa, insbesondere aus dem Roma-Quartier ‚In den Peschen’ ganz in der Nähe der Schule. Eine Gruppe von SchülerInnen, die in Schulprojekten erste Kontakte mit Kindern und Jugendlichen aus Romafamilien hatten, beteiligt sich seitdem in kontinuierlichen Projekten wie z.B. der Internationalen Kinder- und Jugendbühne Bahtalo oder im sportlichen Bereich, nimmt an Fortbildungen und Tagungen teil.

Seit 2014 gibt es eine Seiteneinsteigerklasse, in der zunehmend auch jugendliche Flüchtlinge aus Krisenregionen beschult werden. Einige von ihnen leben in dem Rheinhauser Flüchtlingsheim in der ehemaligen Grundschule Werthauserstrasse. Unter dem Eindruck der Fluchtbewegungen und der direkten Erfahrungen mit den betroffenen Jugendlichen und ihren Familien hat sich die Projektarbeit der Schule im Laufe dieses Jahres auch für die Flüchtlingsarbeit geöffnet.

Anlässlich des diesjährigen Weltflüchtlingstages am 20. Juni realisierten SchülerInnen der Lise-Meitner-Gesamtschule erstmals ein Projekt direkt im Flüchtlingsheim Werthauserstrasse, wo sich derzeit 32 Familien bzw. 163 Menschen aufhielten.

Unterstützt wurden sie von Mitgliedern des BAHTALO-Projektes Rheinhausen und von Duisburger KünsterInnen, die sie für dieses Projekt gewinnen konnten.

Aktivitäten:

  • Künstlerische Werkstätten, u.a.: Beatbox / Tanz / Akrobatik und Jonglage / Musik und mehr
  • Aktionsangebote, u.a. Backwerkstatt / Gestaltung des Außengeländes, z.B. Zaunweben und Gärtnern …
  • die Aktion “Cafe” – wir renovieren die alte Schuldisco – und eine spektakuläre Eröffnung zum Abschluss mit Torte und TamTam.
  • Sport und Spiel
  • Wo ist was? Exkursionen im Stadtteil
  • Recherche und Doku: Flüchtlinge in Duisburg

Fragen und Antworten:

“Stell Dir vor, Du musst Deine Heimat verlassen, kommst in ein fremdes Land, eine fremde Stadt …”

  • Was vermisst Du am meisten?
  • Was macht Dir Sorgen, Angst?
  • Was können wir tun?

Exkursionen

Toepper-See / Volkspark / Rheinwiesen / Fitness-Studio / Bibliothek

Das Projekt wurde sensibel dokumentiert und sowohl in der Schule als auch im Rahmen einer Netzwerkinitiative des Kommunalen Integrations- zentrums zum Weltflüchtlingstag präsentiert (s. auch die zugesandte projektinterne Powerpoint-Dokumentation). Von einer darüber hinaus gehenden Veröffentlichung haben wir Abstand genommen, weil die geringe Privatsphäre, die sich die Menschen z.B. mit Spanntüchern in der Turnhalle geschaffen haben, vom Duisburger Brandschutz moniert und nach ersten Erfahrungen auch sonst alles, was schief läuft, nur der Heimleitung angelastet würde, die daran aber wenig ändern kann. Wir bitten dies auch bei Ihren Veröffentlichungen zu berücksichtigen und auf entsprechende Fotos z.B. von der Turnhalle zu verzichten.

Projektziele:
Mit dem Projekt wollten wir in erster Linie die BewohnerInnen des Flüchtlingsheimes, und hier insbesondere die Kinder und Jugendlichen erreichen, darüber hinaus aber auch Brücken schlagen in die unmittelbare Nachbarschaft und zu Multiplikatoren der Flüchtlingsarbeit im Stadtteil und in Duisburg.
Den SchülerInnen unserer Schule sollte das Projekt die Möglichkeit eröffnen, sich nicht nur in Recherche und Diskussionen, sondern im direkten Kontakt mit Flüchtlingen mit der Thematik auseinanderzusetzen, nicht nur über die Menschen, sondern mit ihnen zu reden, ihren Alltag zu teilen, Handlungsansätze zu entwickeln, Mögliches zu tun. Da an der Lise-Meitner-Gesamtschule viele SchülerInnen mit Migrationshintergrund sind, konnten wir zur großen Freude der Bewohner fast alle Sprachen im Flüchtlingsheim bedienen.

Erfolge / Ergebnisse:
Wir wollten und konnten persönliche Begegnungen ermöglichen, zuhören und hinschaun, Freude bereiten und Freunde gewinnen, mithelfen, den Alltag im Heim erträglicher zu machen durch konkrete Aktionen und Zupacken. Wir haben große Frustrationen und Ohnmacht angesichts der Verhältnisse ausgehalten, aber auch erfahren, was man gemeinsam bewegen kann.

Auch ohne große Presse- und Medienarbeit hat das Projekt allein über die Präsenz der SchülerInnen und der Nachbarn, die vorbei schauten, Öffentlichkeit hergestellt und eine lebhafte Debatte ausgelöst – über menschenwürdige Unterbringung, Möglichkeiten und Grenzen der Integration, das Pursuit of Happiness.

Die Woche war für beide Seiten ein Erlebnis und ein Gewinn. Die Kontakte sind auch über die Sommerferien nicht abgerissen. Kinder aus dem Heim haben sich an weiteren Kulturprojekten beteiligt, Jugendliche haben gemeinsam etwas unternommen, aber auch Menschen zum Arzt begleitet oder als Dolmetscher ausgeholfen.

Gerade läuft wieder eine Projektwoche mit 30 SchülerInnen des 11. Jg. und Künstlern im Flüchtlingsheim Werthauserstrasse. Die Beziehungen haben sich weiter intensiviert, auch weil wir viel selbstverständlicher mit der Situation umgehen können, an Verständnis und Knowhow gewonnen haben.

Und in der kommenden Woche öffnet die Schule für 'Willkommensferien’ für Flüchtlingsfamilien, die gerade in Wohnungen im Stadtteil eingezogen sind.

Es zeichnet sich ab, dass viele Kinder und Jugendliche aus der Werthauserstrasse daran teilnehmen und sich damit auch außerhalb des Heimes beteiligen werden.

Die Idee, eine neue Schülergeneration an die Flüchtlingsarbeit heran zu führen, scheint aufzugehen. Zahlreiche SchülerInnen haben sich bereit erklärt, auch in den Ferien im Projekt mitzuarbeiten.


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Lise-Meitner-Gesamtschule 2011-2018